Hattie für die PUB - AIR - TÊTE

4. Dezember 2010

Bildungskongress

Abgelegt unter: Zukunft — heinz.bayer @ 10:27

Ich komme gerade von einem Bildungskongress. Dreiländerkongress in Basel. Beim Zentralreferat habe ich an einer Stelle sofort an die Männerrevolte gedacht. „Bei der Finanzkrise 2008 waren drei von vier Jobs, die in den USA verloren gingen, männlich. Und sie kommen nicht zurück.“ Und dann über die Verlierer in der Zukunft, die ohne Chancen auf einen Job sein werden, die man so beschreiben könnte: „jung, männlich, unausgebildet, stupid.“ Den Wandel beschrieb er auch mit: „caring an sharing“ schlägt „killing and drilling“
„Sich kümmern“ und „andere an etwas teilhaben lassen“ schlägt „Härte“ und „Drill“, meinte er damit. Mein Tipp des Tages: Wer dies als junger Mann liest und für sich ernst nehmen kann, der hat schon die halbe Miete bezahlt. Denn wer will schon später einmal schlechtere Chancen haben. Wenn auch Frauen, wie alle Forschungen zeigen, offensichtlich mit gewandelten Verhältnissen flexibler umgehen können, brauchen Männer eben etwas länger dazu. Na und? Was soll’s. Man muss als Mann dann einfach früh anfangen. Also jetzt. Setze auf gute Ausbildung. Und starre bloß nicht auf die Lehrer, dass die es bitte für dich richten sollen. Die Mädels machen das auch nicht. Das erspart dir später viel Frust.

Wer dies hier als Eltern liest und hat noch einen ganz kleinen Mann in der Obhut, kann zum Thema „frühe Vorbeugung“ im Moment auch unter www.opakoffer.de weiterlesen.

23. April 2010

17. Woche

Abgelegt unter: Zukunft — heinz.bayer @ 15:51

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Wenn Sie meinen, Sie könnten mit 40 noch so einfach vom Schlauchboot auf den Dampfer umsteigen, dann täuschen Sie sich. Sie sollten sich in den nächsten Jahren entscheiden, was Sie in Ihrem Leben so alles vorhaben. Sie. Nicht Ihre Eltern oder Ihre Lehrer.

Ich glaube, ich sollte dem geschätzten Leser noch einmal vermitteln, was Sie als heute vielleicht Sechstklässler mit all den Bildern dieses Blogs anfangen sollen. Es sind oft überzeichnete Situationen, die aber in der Praxis schon bei vielen Unterstüflern gewirkt haben. Es sind Bilder, die funktionieren, wenn man dies zulässt. Oft verspätet, aber das ist ja vollkommen egal. Es muss nur passieren, bevor Sie die Schule verlassen. Ich darf einmal einen Abiturienten zitieren, der in meiner fünften Klasse vor 8 Jahren mit solchen Bildern bombardiert wurde.
…. Das Interessante an der ganzen Geschichte ist: zwar haben die Ideen bei mir nicht sofort Früchte getragen, aber sie blieben im Hinterkopf und irgendwann wurde einem dann doch unterbewusst klar: Mensch, eigentlich hatte der Bayer mit seinem Unfug ja schon irgendwo recht. Was soll ich hier in der Schule sitzen und nichts mitnehmen? Wieso nicht die Chance nutzen und was draus machen? Als ich den berühmten „Schalter“ dann umgelegt hatte, ging’s bergauf. Versetzungsgefährdet war ich fortan nicht mehr. Aus dem frechen, unruhigen und unkonzentrierten kleinen Schlitzohr, wurde dann irgendwann doch noch jemand, der in der Schule (mehr oder weniger) ruhig da sitzen konnte, locker einen 2er-Schnitt eingefahren hat …. Damit hätte in der 5. Klasse tatsächlich absolut niemand gerechnet, was ich auch immer wieder zu hören bekam…

Also Bilder z.B. einfach ausdrucken und über den Schreibtisch hängen. Schon das kann Wunder wirken. Erwarten Sie bitte nicht den Soforteffekt. Aber wenn Sie Geduld haben, werden Sie später froh über diese kleine Übung sein.

Das heutige Bild gehört übrigens zum Text des Kapitels Nummer 17. Das haben Sie ja sicher inzwischen verstanden, dass es immer einen Bildteil und einen Textteil gibt. Oder? Klar doch. Die Leistungsträger der Zukunft verstehen so was.

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