Hattie für die PUB - AIR - TÊTE

26. Februar 2011

Dieser Blog wird nun zwölf Wochen zum …

Abgelegt unter: Versetzungsgefährdet? — heinz.bayer @ 09:37

… Schulungsraum für Versetzungsgefährdete. Oder für solche, die sich versetzungsgefährdet fühlen. Ein Kurs für alle, die aus eigener Kraft vom Standstreifen auf die Überholspur wechseln wollen. Für alle, die sich nach vorne auf die Welle begeben wollen. Denn da ist das Leben schlicht angenehmer. Dieser Blog wird den an der Schule ab März stattfindenden konkreten Kurs begleiten. Break&Go. Wir sind gespannt, ob wir die Quote der Sitzenbleiber noch weiter senken können. Am Faust stehen schon recht viele vorne auf der Welle, die vor einiger Zeit noch am Untergehen waren.

welle-durchstarten

Liebe Versetzungsgefährdete,
lieber Versetzungsgefährdeter

Nur noch 13% der Zwölf- bis 17jährigen greifen zur Zigarette. Seit 2001 hat sich damit der Anteil der jugendlichen Raucher halbiert. 68% der Jugendlichen unter 18 Jahren hat noch nie in ihrem Leben
geraucht. (2001 41%) (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2011)
Verrückt oder?
In 10 Jahren diese Entwicklung.
Rauchen ist immer weniger cool.
Oder der Anteil junger Erwachsener zwischen 18 und 25 Jahren:
38% greifen zum Glimmstengel.
Vor zwei Jahren noch 43%.
Was das mit Sitzenbleiben zu tun hat?
Ganz viel, denn in der Schule keine Hausaufgaben zu machen, bloß kein Streber zu sein, Späßchen im Unterricht dem konzentrierten Arbeiten vorzuziehen, sich nicht am Unterricht zu beteiligen … das gilt unter Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren für einen Prozentsatz von mindestens geschätzten 30% als cool. Aus dieser Gruppe kommen die Versetzungsgefährdeten, die diese coole Vorstellung von Schule auch aktiv umsetzen.
Wer nicht ernsthaft trainiert, kommt nie von der Ersatzbank herunter. Niemand käme auf die Idee, „nicht zu trainieren“ wäre cool und gleichzeitig zu denken, man könnte aber am Ende Champion werden.
In der Schule schon.

Das ist der Knackpunkt.
Der Kopf.
Das eigene Gehirn ist für die meisten von uns der eigentliche Gegenspieler im Leben. Hier auch.

Das Nichtverstehen, dass Sitzenbleiben für 90% Versetzungsgefährdeter keine Notwendigkeit ist, kein Ausdruck von Leistungsschwäche, sondern ein Ausdruck von der falschen Grundeinstellung zur Schule.
Wenn Wissens-Training im eigenen Kopf unter cool verbucht werden kann, dann hat man gewonnen.
Wenn der Kopf einen anderen Blickwinkel auf die eigene Ausbildung bekommen hat, wird Schule im grünen Bereich zum einfachen Spiel.

Bau nicht einfach auf Nachhilfe. Das ist teuer und du hast viel bessere Waffen gegen das Sitzenbleiben.
Dich selbst.

Darum geht es in diesem Kurs.
Der Kopf muss umdenken.
Cool muss etwas anderes werden als schlecht in der Schule zu sein.
Man muss das konzentriert im Unterricht Wissen einpacken und das Lernen auf Klassenarbeiten nicht cool finden. Man sollte nur cool finden, wenn man merkt, dass man Wissen gebunkert hat.
Und wissen, dass es Sinn macht.
Und man sollte sich klarmachen, welch ungeheuer spannende Welt sich in der Schule öffnet, wenn man sich nicht mehr um Noten kümmern muss und deshalb Schule als den wundervollsten Lebensraum genießen kann, den man sich
vorstellen kann.
Frage einmal Erwachsene um dich herum, dann werden dir fast alle, die Schule ohne größeren Sitzenbleiberstress gemacht haben, sagen, wie wundervoll und bunt und lebensprall ihre Schulzeit war. Und dass sie es leider erst später richtig begreifen konnten.

Wer am Sitzenbleiben ist, sollte es jetzt schon begreifen, dann bleibt er nicht sitzen!!!

19. Februar 2011

BREAK & GO

Abgelegt unter: Break&Go — heinz.bayer @ 11:24

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Bald März. Eine gute Zeit, den Schalter umzulegen. Die Spur zu wechseln.
Du hast die Halbjahresinformationen auf dem Tisch und wenn du zu denen gehörst, die wir nächste Woche zu einem ersten Treffen einladen, dann bist du versetzungsgefährdet. Da ist also Gefahr im Verzug, denn nicht versetzt zu werden ist ein Jahr verschenkt. Das man besser für ein Jahr Ausland verwenden wollte als für eine „Ehrenrunde“, die am Ende leider kein besseres Abiturszeugnis macht, wie man leider aus allen Untersuchungen weiß.
Für die mitlesenden Erwachsenen:
Wir fahren am Faust ein Dutzend-Wochen-Programm für Menschen mit Gefahr in Verzug. Für die ganz Kleinen nennen wir es JUMP & WIN. Jetzt springen, bevor der Abstand zwischen denen, die einfach schon losgelaufen sind, und ihnen zu groß wird, um locker aufzuholen. Klasse 5 und 6 ist JUMP für eine kleine Auswahl von Schüler/innen angesagt, die allerdings nur Schüler sind. Also männlich. Da ist noch keine Versetzungsgefährdung im Raum, aber man erkennt klar, dass die Versetzungsgefährdung in zwei oder drei Jahren folgerichtig ansteht, wenn sich an der Arbeitshaltung nichts ändert. Bei BREAK & GO sind es schon ein paar Mädels mehr, aber die große Mehrheit ist natürlich auch hier männlich. Drei Jahre die falsche Arbeitshaltung lässt viele kluge Menschen abhängen. Deshalb heißt das Programm: Mit der Vergangenheit brechen und auf neuen Pfaden gehen.
Die Männerrevolteseiten werden in den nächsten Wochen der Spezialbetreuung am Faust auch für die blogmäßige Unterstützung sorgen. Die Rückmeldungen in der Schule zeigen mir, dass es tatsächlich immer ein paar junge Menschen gibt, die durch wöchentliches einmaliges Lesen dieses Blogs und Motivationsbilder ausdrucken und über dem Schreibtisch aufhängen ganz selbstständig ihren Klotz am Bein abgeworfen und sich fröhlich zu neuen Zielen aufgemacht haben. Notensteigerung light. Ohne Nachhilfe und Stress. Münchhausen Effekt. Sich selbst aus dem Sumpf ziehen funktioniert natürlich, wenn man es versteht. Aber das ist natürlich die Minderheit, die das schafft. Die Mehrheit benötigt geduldige Unterstützung beim Versuch, die ätzende Schule im Kopf zu einem Lebensraum werden zu lassen, der im Moment mit so vielen jungen Lehrer/innen und mit so vielen guten Ansätzen versorgt ist wie nie zuvor. Wer den Sinn von Schule nicht tief sitzend positiv versteht, dem ist sie ein Klotz am Bein mit Frustrationsgarantie.
Wer als Vater oder Mutter hier im Blog landet und zufällig im Moment ein versetzungsgefährdetes Kind sein eigen nennt, der darf gerne mit Fingerspitzengefühl und ohne irgendwelche Vorhaltungen und Ansprüche versuchen, das Dutzend-Wochen-Programm von BREAK & GO selbst in der familieninternen Beratung einzusetzen.

11. Februar 2011

JUMP

Abgelegt unter: Jump — heinz.bayer @ 00:54

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Lieber Nicht-Faust-Männerrevolteleser oder -in oder Faustleser einer höheren Klasse. Diese Seite wird in den nächsten Wochen einem Projekt untergeordnet, zu dem sich Fünft- und Sechstklässler bewerben können. JUMP. Jetzt den Schalter umlegen. Nicht am Sankt Nimmerleinstag. “Vom Standstreifen auf die Überholspur” haben wir früher solche individuellen Spezialbetreuungskurse genannt.
Wenn man die Noten in der 5. Klasse anschaut, dann sieht man meistens Noten im grünen Bereich zwischen Eins und Drei. Alles bestens, denkt der Beobachter. Hoffentlich bleibt das so. Es bleibt natürlich nicht – wie die Erfahrung zeigt.
Seit ein paar Jahren beobachten wir den Zusammenhang zwischen Arbeitshaltung und Notenentwicklung und stellen fest: Wer in der 5. Klasse Probleme bei der Arbeitshaltung hat, der kann zwei, drei Jahre später heftige Notenprobleme bekommen, wenn man nicht an der Arbeitshaltung feilt.
Unser Spezialprogramm richtet sich nun an diejenigen unserer jungen Zeitgenossen, die zwar selbst merken, dass ihre Arbeitshaltung im Argen liegt, die aber daraus in der Praxis keine direkten positiven Veränderungen ableiten können. Die wollen, aber nicht können. Ihnen mit einem Dutzend Mittwochs-JUMPs auf die Sprünge zu helfen ist die Idee von JUMP.
Jetzt springen, bevor es zu spät ist. Man darf gespannt sein. Wir sind es auf alle Fälle.

5. Februar 2011

Das Drehscheibenproblem

Abgelegt unter: Arbeitshaltung — heinz.bayer @ 10:17

drehscheibe
Ich weiß ja nicht, in was für einer Klasse du bist. Ob es eine Drehscheibenklasse oder eine entspannte Arbeitshaltungsklasse ist. Falls du eher die Drehscheibe als deine Schulheimat bezeichnen würdest, mach dir bitte mit diesem Bild klar, dass du aufhören solltest, zu behaupten, je schneller sich die Scheibe dreht, desto toller. Speziell wenn du dich am äußeren Rand der Drehscheibe befindest. In Drehscheibenklassen drehen leider oft genau die selbst mit am meisten, die am Ende durch die Fliehkraft aus dem Spiel gehauen werden. “Den Ast absägen, auf dem man sitzt” sagt man auch dazu. Selbst wenn das Sägen großen Spaß macht, müsste einem sein Gehirn eigentlich mit dem dauernden Ausruf “Ja bin ich denn blöd?” warnen. Leider hat die Evolution diese Programmierung noch nicht vorgenommen. Du musst es leider selbst tun. Ich drück dir natürlich die Daumen, dass du in einer entspannten Arbeitshaltungsklasse bist und dieses Problem gar nicht kennst.

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