Hattie für die PUB - AIR - TÊTE

13. Juli 2012

Daumen drücken und Sommerpause

Abgelegt unter: Raus aus der Falle — heinz.bayer @ 15:04

So - nichts geht mehr. Alles gelaufen. Notenkonferenzen Anfang nächster Woche. Wer sich in den letzten Wochen an die Tipps von “Raus-aus-der-Falle” gehalten hat, der ist jetzt zum allergrößten Teil dort angekommen, wo er hin wollte. Soweit meine Recherche bei allen, die mich immer wieder kontaktiert haben. Alle, die ich nicht gesprochen habe und die auf andere Art und Weise versucht haben, dem Schicksal des Sitzenbleibens zu entfliehen, drücke ich jetzt ganz doll die Daumen.
Bin gespannt, ob die Sitzenbleiberquote am Faust so niedrig bleibt wie in den letzten Jahren. Frei nach dem Motto: Sitzenbleiben ist keine echte Alternative. Sitzenbleiben ist oft nur die eigene Trägheit, seine Fähigkeiten nicht einzusetzen oder für seine Fähigkeiten eine besser geeignete Schule zu suchen.

8. Juli 2012

Der letzte Eindruck zählt viel

Abgelegt unter: Raus aus der Falle — heinz.bayer @ 07:13

Die allerallerletzte Möglichkeit
und der letzte Eindruck
Ich plaudere einmal ein wenig aus dem Nähkästchen des Lehrerzimmers. Im Moment laufen viele Gespräche über Schüler/innen und Noten. Und es geht viel um “zwischen drei und vier” oder “zwischen vier und fünf”. Es geht eben um “wie steht er denn bei dir?” und es geht um “strengt er sich denn wenigstens an?” Hätte ein versetzungsgefährdeter Schüler einen Coach, der Imagepflege zu seinem zentralen Thema machen würde, dann würde der Coach im Moment ganz klar raten: “Hinterlasse im Moment ganz aktiv einen guten Eindruck. Gehöre genau jetzt nicht zu den Schülern, die meinen, die Noten wären ja gemacht und man könne sich jetzt so langsam mal gehen lassen. Wenn es im jetzigen Umfeld schwierig ist, sollte man auf kleine Platzänderung setzen. Wer kurz vor dem Sitzenbleiben steht, darf alles. Da besteht keinerlei Gefahr, als Streber aufzufallen. Gefährdete haben ein anerkanntes Recht auf “einen guten Eindruck hinterlassen.” Da ist auch keinerlei Gefahr des “du Schleimer.” Für Menschen, die wichtiger Teil einer Klasse sind, gelten im Falle von der Gefahr, im nächsten Jahr in einer Liga tiefere zu spielen, eigene Gesetze.
Der letzte Eindruck ist extrem wichtig, wenn es darum geht, die Hand eines Lehrers im entscheidenden Moment des Endnotenmachens noch einmal mental zu lenken. Dieses “zwischen vier und fünf” ist oftmals genau der entscheidende Punkt zum Schluss. In der Praxis sieht das zum Beispiel so aus: Mail von einer Kollegin an mich als Klassenlehrer vor ein paar Jahren Anfang Juli : “… Soeben Korrektur absolviert. D. hat in der 4. Klassenarbeit durch für ihn intensives Formenlernen eine 4 erzielt. Rein schriftlich steht er nach 4-5, 3-4, 5-6 nun auf einem Schnitt von 4,4. In den Vokabeltests ergibt sich ein Schnitt von 4,7. Unter Einbezug der mündlichen Note und der leider eher schwachen Hausaufgabenmoral befinde ich mich genau zwischen den Noten. D. hat in den letzten 2-3 Wochen seine Anstrengungen verstärkt.” Und dann “Ich würde D in Französisch die Endnote 4 geben. Da Du aber einen vergleichenden Blick auf sein Notenbild kennst, bitte ich Dich um Deine Meinung.”
Hier hat am Ende der letzte Eindruck vom Französischlehrer und vom Klassenlehrer den Ausschlag gegeben, dass D. nicht sitzen blieb. Nach zusätzlicher Beratung, wie knapp alles war und wie dringend eine Aufholjagd in Französisch in den Sommerferien wäre, stand bei D schon im nächsten Zeugnis eine Drei (mit 3,4) und heute befindet sich D in einer Notenkomfortzone ohne irgendeine Gefahr des Sitzenbleibens und ohne je sitzengeblieben zu sein. Sitzenbleiben macht keinen Sinn. Deshalb: Am letzten Eindruck feilen.
Die meisten Fünfen sind nicht die 5,3 Fünfen, sondern die 4,6 Fünfen. Wer wegen 4,6 Fünfen sitzenbleibt hatte definitiv keinen Coach mit einem Blick auf die Imagepflege.
Ich drücke die Daumen.

1. Juli 2012

Ausgleichsbrücke

Abgelegt unter: Raus aus der Falle — heinz.bayer @ 13:03

Zielgerade 3. Jetzt geht es um die Wurst. Wer schläft und noch nicht alles im Trockenen hat, der sollte dringend aufwachen. Manchmal geht es am Ende gar nicht merh um die Problemfächer, sondern um die Fächer, mit denen man ausgleichen kann. Und dringend sollte.
Drücke die Daumen.
zielgerade3

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