Hattie für die PUB - AIR - TÊTE

23. April 2010

17. Woche

Abgelegt unter: Zukunft — heinz.bayer @ 15:51

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Wenn Sie meinen, Sie könnten mit 40 noch so einfach vom Schlauchboot auf den Dampfer umsteigen, dann täuschen Sie sich. Sie sollten sich in den nächsten Jahren entscheiden, was Sie in Ihrem Leben so alles vorhaben. Sie. Nicht Ihre Eltern oder Ihre Lehrer.

Ich glaube, ich sollte dem geschätzten Leser noch einmal vermitteln, was Sie als heute vielleicht Sechstklässler mit all den Bildern dieses Blogs anfangen sollen. Es sind oft überzeichnete Situationen, die aber in der Praxis schon bei vielen Unterstüflern gewirkt haben. Es sind Bilder, die funktionieren, wenn man dies zulässt. Oft verspätet, aber das ist ja vollkommen egal. Es muss nur passieren, bevor Sie die Schule verlassen. Ich darf einmal einen Abiturienten zitieren, der in meiner fünften Klasse vor 8 Jahren mit solchen Bildern bombardiert wurde.
…. Das Interessante an der ganzen Geschichte ist: zwar haben die Ideen bei mir nicht sofort Früchte getragen, aber sie blieben im Hinterkopf und irgendwann wurde einem dann doch unterbewusst klar: Mensch, eigentlich hatte der Bayer mit seinem Unfug ja schon irgendwo recht. Was soll ich hier in der Schule sitzen und nichts mitnehmen? Wieso nicht die Chance nutzen und was draus machen? Als ich den berühmten „Schalter“ dann umgelegt hatte, ging’s bergauf. Versetzungsgefährdet war ich fortan nicht mehr. Aus dem frechen, unruhigen und unkonzentrierten kleinen Schlitzohr, wurde dann irgendwann doch noch jemand, der in der Schule (mehr oder weniger) ruhig da sitzen konnte, locker einen 2er-Schnitt eingefahren hat …. Damit hätte in der 5. Klasse tatsächlich absolut niemand gerechnet, was ich auch immer wieder zu hören bekam…

Also Bilder z.B. einfach ausdrucken und über den Schreibtisch hängen. Schon das kann Wunder wirken. Erwarten Sie bitte nicht den Soforteffekt. Aber wenn Sie Geduld haben, werden Sie später froh über diese kleine Übung sein.

Das heutige Bild gehört übrigens zum Text des Kapitels Nummer 17. Das haben Sie ja sicher inzwischen verstanden, dass es immer einen Bildteil und einen Textteil gibt. Oder? Klar doch. Die Leistungsträger der Zukunft verstehen so was.

17. April 2010

16.Woche

Abgelegt unter: Gehirnforschung — heinz.bayer @ 15:55

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Sehr geehrte Herren
Ich darf für Sie zitieren: SPIEGEL Ausgabe 15 – 2010
In der Kindheit bildet das Hirn unzählige Nervenzellen und Verschaltungen (graue Substanz). Ab etwa 12 Jahren wird diese graue Substanz zunehmend auf die Nützlichkeit überprüft: Selten gebrauchte Nervenverbindungen sterben ab, der Anteil der grauen Substanz sinkt. Zugleich wächst die weiße Substanz – die Impulse der verbleibenden Hirnzellen werden nun viel schneller und zuverlässiger weitergeleitet. Das Gehirn gewinnt erheblich an Effizienz.

Ich habe es einmal aufgezeichnet, Sie wissen ja, ich visualisiere gerne.
Angenommen, Sie haben es bis zur Pubertät nicht geschafft, Ihrem Gehirn die Nützlichkeit Eigeninitiative und schulischen Einsatz näher zu bringen, dann sondern Ihr Gehirn diese Nervenverbindungen aus. Verständlich für so ein Hirn, das ja nicht selbst weiß, was Nützlichkeit ist, sondern nur nachfragt, wie häufig das Programm aufgerufen wurde.

Meine These, mit der Sie Ihr Gehirn zumindest ein wenig austricksen können: Beschäftigen Sie sich einmal täglich ernsthaft mit der These, dass Schule tatsächlich nicht nur für den Lehrer sinnvoll ist. Dann parken Sie die „Jetzt-leg-ich-aber-mal-richtig-los-für-ein-richtig-gutes-Abitur“-Gehirnzellen, sodass Sie wenigstens in höheren Klassen darauf zurückgreifen können.
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Der Öhm-Kalender über Ihrem Schreibtisch kann dabei sehr hilfreich sein.

8. April 2010

15. Woche

Abgelegt unter: Berufswahl — heinz.bayer @ 21:03

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Lieber zukünftiger Profifußballspieler. Ganz ehrlich: Wenn Sie dann einmal nach einer langen erfolgreichen Profifußballerkarriere Präsident eines großen Bundesligaclubs werden sollten, dann sollten Sie im Fernsehen bei Interviews einen guten Eindruck hinterlassen. Auch im Ausland. Zumindest auch auf Englisch. Also greifen Sie nicht erst später auf dem Fußballplatz an, sondern schon jetzt in der Schule. In allen Fächern. Ihre Fans werden es Ihnen später danken, einen so klugen toreschießenden Star verehren zu dürfen. Laufen Sie schon jetzt selbst. Lassen Sie sich nicht mühsam in Ihrer Zukunft ziehen.

3. April 2010

14. Woche

Abgelegt unter: Arbeitshaltung — heinz.bayer @ 10:19

Malen Sie doch einmal selbst, bis ich mein Bildchen hier eingestellt habe. Malen Sie ein Männchen auf einem großen Berg mit einer Dalle oben drin. Die Dalle symbolisiert “blöde” Lehrer. Das Männchen ruft in einer Sprechblase: “Schule ist klasse, nur die Lehrer sind blöd”. Und daneben in einem tiefen Tal steht ein Männchen auf einem kleinen Hügel. Das ruft: “Meine Lehrer sind schon in Ordnung, aber Schule an sich ist das Schlimmste.”
Das hängen Sie sich dann über den Schreibtisch und machen sich immer wieder klar, dass Ihr Kopf der wesentliche Ort ist, in dem Ihre Schulerfolge erzielt werden. Das entscheidet über Berg oder Tal. Nicht, ob Ihre Lehrer blöd oder toll sind. Das ist nur die Frage nach Dalle oder Hügel.

Ok. Hier kommt mein Bild:
bergtalneu

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