Hattie für die PUB - AIR - TÊTE

19. Februar 2011

BREAK & GO

Abgelegt unter: Break&Go — heinz.bayer @ 11:24

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Bald März. Eine gute Zeit, den Schalter umzulegen. Die Spur zu wechseln.
Du hast die Halbjahresinformationen auf dem Tisch und wenn du zu denen gehörst, die wir nächste Woche zu einem ersten Treffen einladen, dann bist du versetzungsgefährdet. Da ist also Gefahr im Verzug, denn nicht versetzt zu werden ist ein Jahr verschenkt. Das man besser für ein Jahr Ausland verwenden wollte als für eine „Ehrenrunde“, die am Ende leider kein besseres Abiturszeugnis macht, wie man leider aus allen Untersuchungen weiß.
Für die mitlesenden Erwachsenen:
Wir fahren am Faust ein Dutzend-Wochen-Programm für Menschen mit Gefahr in Verzug. Für die ganz Kleinen nennen wir es JUMP & WIN. Jetzt springen, bevor der Abstand zwischen denen, die einfach schon losgelaufen sind, und ihnen zu groß wird, um locker aufzuholen. Klasse 5 und 6 ist JUMP für eine kleine Auswahl von Schüler/innen angesagt, die allerdings nur Schüler sind. Also männlich. Da ist noch keine Versetzungsgefährdung im Raum, aber man erkennt klar, dass die Versetzungsgefährdung in zwei oder drei Jahren folgerichtig ansteht, wenn sich an der Arbeitshaltung nichts ändert. Bei BREAK & GO sind es schon ein paar Mädels mehr, aber die große Mehrheit ist natürlich auch hier männlich. Drei Jahre die falsche Arbeitshaltung lässt viele kluge Menschen abhängen. Deshalb heißt das Programm: Mit der Vergangenheit brechen und auf neuen Pfaden gehen.
Die Männerrevolteseiten werden in den nächsten Wochen der Spezialbetreuung am Faust auch für die blogmäßige Unterstützung sorgen. Die Rückmeldungen in der Schule zeigen mir, dass es tatsächlich immer ein paar junge Menschen gibt, die durch wöchentliches einmaliges Lesen dieses Blogs und Motivationsbilder ausdrucken und über dem Schreibtisch aufhängen ganz selbstständig ihren Klotz am Bein abgeworfen und sich fröhlich zu neuen Zielen aufgemacht haben. Notensteigerung light. Ohne Nachhilfe und Stress. Münchhausen Effekt. Sich selbst aus dem Sumpf ziehen funktioniert natürlich, wenn man es versteht. Aber das ist natürlich die Minderheit, die das schafft. Die Mehrheit benötigt geduldige Unterstützung beim Versuch, die ätzende Schule im Kopf zu einem Lebensraum werden zu lassen, der im Moment mit so vielen jungen Lehrer/innen und mit so vielen guten Ansätzen versorgt ist wie nie zuvor. Wer den Sinn von Schule nicht tief sitzend positiv versteht, dem ist sie ein Klotz am Bein mit Frustrationsgarantie.
Wer als Vater oder Mutter hier im Blog landet und zufällig im Moment ein versetzungsgefährdetes Kind sein eigen nennt, der darf gerne mit Fingerspitzengefühl und ohne irgendwelche Vorhaltungen und Ansprüche versuchen, das Dutzend-Wochen-Programm von BREAK & GO selbst in der familieninternen Beratung einzusetzen.

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