Hattie für die PUB - AIR - TÊTE

18. Juli 2010

7. Flügelwoche und Abflug

Abgelegt unter: Versetzungsgefährdet? — heinz.bayer @ 21:45

Flügelwoche die Letzte. Für so manchen hat sich das Gasgeben gelohnt, denn die Zahlen der Nichtversetzten haben sich im Vergleich zum letzten Schuljahr noch einmal fast halbiert. Wir liegen nach ersten Erkenntnissen in diesem Jahr bei unter einem Prozent, die es nicht geschafft haben. Bevor wir unsere mentalen Unterstützungskonzepte gefahren haben, lagen wir zwischen 2 und 2,5%.
Wohlgemerkt: Für Sie als versetzungsgefährdeter späterer Staatsanwalt, der es aus eigenem Antrieb geschafft hat, jetzt doch versetzt zu werden, heißt es dann, den Schalter umgelegt zu halten. Damit Sie dieses gesparte Jahr nicht mehr hergeben. Dass es funktioniert, zeigt unser Konzept. Denn wir haben ja ausschließlich nur mit Ihnen selbst „gearbeitet“. Ihre Lehrer wussten nichts davon. Wir haben nur in ein, zwei Fällen mit Lehrern gesprochen. Aber nicht, um auf die Noten Einfluss zu nehmen, sondern nur, um die Aufmerksamkeit der Kollegen auf ein paar Einstellungsveränderungen zu lenken. Nur Sie selbst sind also dafür verantwortlich, dass Sie jetzt versetzt wurden. Dieses Gefühl gilt es zu fixieren. Zu verstärken. Die Noten sind nicht das Maß. Wenn Sie wirklich wollten, könnten Sie im nächsten Jahr statt mit Vierern mit Zweiern im Zeugnis herumlaufen. Wir erleben das in unserem Mentalprojekt immer wieder. Wie ein Motor, der plötzlich anspringt. Das ist Lebensgefühl pur. Die Freiheit des Denkens. Sich von den Fesseln der „Streber, Streber“ Rufer zu lösen und gut sein zu dürfen. Dafür klar etwas zu tun. Logisch. Aber „etwas tun“ ist nicht Unanständiges und auch nichts Krankhaftes. Wer seine Freunde mit ins Boot holt, der kann es sogar unter cool verbuchen. Cool, gut zu sein, das ist es. Wenn Sie es schaffen, Ihrem Kopf zu vermitteln, dass dieses „etwas tun“ Ihnen selbst richtig viel bringt und Ihre Lehrer und die Schule nur eine kurze aber wichtige Begleiterscheinung in Ihrem Leben sind, dann haben Sie für sich gewonnen.
Wenn Sie erkennen können, dass Sie diesem System Schule riesig viel Kompetenz für sich selbst abzapfen können und dass dieses Abzapfen eben anstrengend ist, dann verstehen Sie Schule. Die Natur hat unser Empfinden leider nicht darauf angelegt, dass dieses Abzapfen immer lustvoll und selbstständig ablaufen kann. Speziell nicht in der Gehirnumwandlungsphase vom Kinder- zum Erwachsenenhirn. Pubertät genannt. Dummerweise liegt die Pubertät nicht im Rentenalter. Sonst müsste ich diesen Blog nicht schreiben. Sie brauchen die Schule mit ihren hohen Anforderungen. Der Druck des Schulrahmens ist in erster Linie eine Hilfestellung für einen biologisch nicht natürlichen Prozess. Ich versuche es einmal mit einer Visualisierung. Ich hoffe, man versteht sie.

zapfanlagen

In der gymnasialen Mittelstufenzeit stellen leider so manche Hirne auf geringes Zulassen von Input. Daran gilt es zu arbeiten. Wer das Spiel versteht, kann es für sich nutzen. Wer es noch nicht versteht, muss einfach abwarten.

Zum Beispiel drei Sprachen zu lernen ist ja nur deshalb eine biologisch unnatürliche Anforderung an ein modernes Hochleistungshirn, weil dieses Hirn später seinem Träger ermöglichen soll, sich in einer globalisierten Welt als Global Player entspannt zu bewegen. Das ist natürlich vom Feinsten. Da schüttet unser Gehirn plötzlich wieder massiv Glückshormone aus. Wenn man zum Beispiel beim Austausch in Shanghai realisiert, welch großartiger Global Player man schon ist, obwohl man doch nur eine gute Vier in Englisch eingefahren hat.
Bleiben Sie am Ball. Es lohnt sich. Ihr lebenslanges Lebensgefühl wird es Ihnen danken. Wenn Sie wollen, klinken Sie sich in die Sommerschule ein, die hier in den Ferien stattfinden wird. Und genießen Sie dabei gleichzeitig die Ferien doppelt so intensiv. Denn Hirnentwicklung und Ferien sind überhaupt kein Widerspruch.

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