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16. Januar 2011

Treiben lassen

Abgelegt unter: Arbeitshaltung — heinz.bayer @ 11:57

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Treiben lassen ist ein angenehmes Grundgefühl für Menschen. Wenn wir die Wahl haben, dass es mit Treiben lassen oder auch mit in Rudern funktioniert, dann ist das Treiben lassen der entspanntere Prozess. Leider ist das Treiben lassen ein Prozess, der in der Schule oft nicht direkt die Auswirkungen zeigt, sondern erst nach ein paar Jahren. Dann ist es wie auf dem Bild: Abgehängt. Wer jetzt an Rudern denkt, der hat viel Frust. Denn Aufholen geht nicht mehr. Nur nicht noch mehr abhängen. Immer hinten auf der Welle strampeln. Sehr anstrengend. Sehr unbefriedigend. Leider kommt man vorne auf die Welle nicht mit treiben lassen. Da ist dann doch Rudern angesagt. Je früher, desto besser.
Wir haben unsere Lehrer/innen der 5. Klassen eine Einschätzung der Arbeitshaltung unserer Fünftklässler/innen ankreuzen lassen. Von sehr gut über gut und durchschnittlich bis schlecht und sehr schlecht. Fünfte Klasse, wohlgemerkt. Also noch ganz frisch am Faust. Sehr gut bis durchschnittlich schneiden 90% ab. Bei den 10% - 15 Schüler/innen – denen eine schlechte bis sehr schlechte Arbeitshaltung attestiert wurde, sind 13 Jungs. 13 Jungs und 2 Mädchen, die zu wenig rudern und sich zu sehr treiben lassen. Warum sei einmal dahingestellt. Mit ihnen müssen wir dringend an dem Problem arbeiten, das natürlich noch kein Notenproblem ist. Deshalb auch jetzt noch nicht offensichtlich zum Vorschein kommt. Aber in 2, 3 Jahren, da sieht das dann so aus wie bei allen Notenuntersuchung. Klar. In der 7. Klasse fängt es dann bei manchem an, böse zu kriseln. Und wenn er dann nicht weiß, dass es seine Arbeitshaltung ist und nicht etwas das unbegabt sein, dann ist ganz schön viel verloren. Man hat noch nicht die richtigen Konzept gefunden, wie man die 10% junge kluge Menschen schon früh zum Rudern bekommt. Wir schauen inzwischen zumindest nicht mehr weg. Suchen nach neuen Ideen.
Müssen nach neuen Ideen suchen: Wenn du zu den 10% gehörst, dann lass dir sagen: Wir brauchen dich und deine Fähigkeiten. Du musst nicht nur für dich rudern, mach es auch für uns alle. Es wäre schade um deine Kompetenz.

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