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30. Oktober 2011

8. Woche - Klassenklima

Abgelegt unter: Hausaufgabenheft — heinz.bayer @ 08:48


Du hättest gerne eine Pille, die das Lernen ganz einfach macht. Eine Superlernpille? Die man morgens vor der Schule einwirft und das Lernen wird zum Kinderspiel? Mach sie dir einfach selbst. Legal und kostenlos. Gesund und umwerfend einfach. Sie macht süchtig, aber auf eine ganz andere Art wie echte Drogen. Dein Gehirn kann Drogen selbst machen. Sonst gäbe es zum Beispiel keinen Marathonlauf, bei dem sich Menschen freiwillig quälen und danach erzählen, wie toll es war. So ein Marathonläufer nutzt die natürlich “Drogen”ausschüttung seines Gehirns aus, das nach einer Stunde Laufen Glückhormone zur Verfügung stellt, die das Laufen angenehm machen. Glückshormone kann das Gehirn auch im Unterricht zur Verfügung stellen. Dafür müssen allerdings einige spezielle Faktoren zusammenkommen. Zum Beispiel brauchst du dazu ein exzellentes Klassenklima. Arbeite daran, dass du mit allen in deiner Klasse ein gutes Verhältnis pflegst, sie als spätere Leistungsträger dieser Gesellschaft ernst nimmst. Du musst nicht mit allen gut befreundet sein. Viel ticken anders als du. Trotzdem kann man mit allen Mitschüler/innen wunderbar auskommen, wenn man sich das zum Ziel gemacht hat. Was das mit deinen Schulnoten zu tun hat? Sehr viel. Wer in einer exzellenten Klassengemeinschaft lernt, der lernt leichter. Und schreibt vollautomatisch bessere Noten. Einfacher geht es eigentlich nicht. Andere gut sein lassen und das Wort “Streber” in den Schrank zu sperren, ist etwas, das erlernbar ist. Aber du musst natürlich in der Lage sein, über dich selbst nachzudenken und zu bemerken, wenn du dich klassenklimaschädlich verhältst. In der Grundschule mag das noch schwierig gewesen sein. Aber in der weiterführenden Schule bist du jetzt alt genug, das zu kapieren. Ich drück dir die Daumen. Eine gute Klassengemeinschaft ist das Beste, was man sich in der Schule zulegen kann. Ein exzellentes Lernfeld für das spätere Leben. Da kann sich keiner einfach schmollend zurückziehen, wenn es manchmal hakt. Da ist Auseinandersetzung gefragt. Da ist jeder gefordert. Und an einer Schule kann man die komplette Palette menschlicher Charaktere kennenlernen. Kann schon früh psychologischer Profi in Sachen “zwischenmenschliche Beziehungen” werden. Und wird nebenbei noch in der Schule besser. Also: Packs an.

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