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18. Februar 2012

raus-aus-der-falle@fluegelverleih-am-faust.de

Abgelegt unter: Raus aus der Falle — heinz.bayer @ 10:03

Falle-0
Im letzten Schuljahr genau um diese Zeit haben wir an der Schule - wir, das ist eine kleine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern rund um die Sozialarbeit an der Schule - alle Versetzungsgefährdeten zu einer zweistündigen Veranstaltung eingeladen. Break&Go haben wir unser Konzept genannt. Tipps aus unserer Sicht geben. Mut machen, dass man auch bei Versetzungsgefährdung im Nacken nicht aufgeben darf. Dass Sitzenbleiben nichts bringt außer späteren Druck. “Lieber ein Jahr nach Amerika als ein Jahr Ehrenrunde” war unser Motto. “Nicht Sitzenbleiben wollen” die Aufgabenstellung. Und dafür die Einstellung ändern. Ein wenig zumindest.
Dann gab es jede Woche die Möglichkeit, bei uns vorbeizukommen und sich persönlich kurz beraten zu lassen. Dann die Möglichkeit, uns per Mail zu erreichen. Und dann die Möglichkeit, sich wöchentlich auf dieser Seite einzuklicken. Um sich hier ganz unverbindlich die Tipps abzuholen. Also die Tipps zur Blickwinkelveränderung.
Die 5 Aufrechten, die sich persönlich wöchentlich einmal in der großen Pause beraten ließen sind natürlich nicht sitzengeblieben. Klar. Wer dies so konsequent einplant, sich um seine Nichtversetzung zu kümmern, der hat allein schon mit Nichtaufpassen im Unterricht seine Probleme, weil er ja auf die Frage beim wöchentlichen Treff, ob er konzentriert im Unterricht arbeiten konnte, antworten musste. Freiwillig aktiv wollen und sich wöchentlich aktiv drum kümmern ist ganz klar ein absoluter Vorteil. Wie bei den Weight Watchers. Das ist genau derselbe Trick. Das prägt sich ein. Das verändert den Blickwinkel auf’s eigene Lernen. Die 25 anderen, die auch noch in der Anfangsveranstaltung saßen, hatten am Ende des Halbjahres ehrlicherweise bei einer anonymen Umfrage zugeben müssen, dass nur einer dabei war, der sich regelmäßig eingeklickt hatte. Der wurde übrigens auch glorreich versetzt. Alle anderen hatten von diesem Programm natürlich nichts. Ist auch keine leichte Aufgabe. Dieses regelmäßig, selbstständig, aktiv.
Dafür gab es zwei sehr begeisterte Mails aus dem Elsass und der Schweiz von zwei jungen Männern, die ihren Vorteil aus den Seiten zogen. (Wenn ihr noch hier mitlest, nen schönen Gruß und weiter so! :-) )
Dieses Jahr gibt es eine kleine Zusatzvariante der mentalen Betreuung. Jede/r Schüler/in, der/die Lust hat, sich zu verbessern und ausprobieren will, ob das bei ihr/ihm rein mental funktioniert, kann an raus-aus-der-falle@fluegelverleih-am-faust.de eine Mail schicken, um den Newsletter zu abonnieren. Alle Eltern wurden darüber informiert. Wer in seinem Mailkasten automatisch ein Wochen-pdf vorfindet, hat zumindest eine höhere Chance, dann doch mal reinzusehen und den Inhalt auf sich wirken zu lassen. Nur junge Menschen, die wollen, haben von diesem Konzept etwas. Das muss man ganz klar dazusagen. Andere erreicht es einfach nicht. Da können sich Eltern auf den Kopf stellen. Deshalb hieß unser Betreuungsprojekt vor drei Jahren übrigens auch “Wollen wollen”.
Wir sind gespannt.

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