Rakete & Co

15. Januar 2017

Kapitel 5 – Reziprokes Lehren

Abgelegt unter: Hattie-Studie — heinz.bayer @ 13:34

Klar, ursprünglich war es eine Methode, wie die Lehrperson dem Lernenden die Möglichkeit gegeben hat, Fragen zu
stellen, Dinge zusammenzufassen, sich selbst mit dem gelernten Wissen in den Unterricht einzubringen.
Am Ende ist es viel einfacher:
Wenn du etwas gelernt hast und dieses Wissen deinem Nebensitzer weitergibst, dann ist dies eine geniale Methode, um dein eigenes Wissen zu festigen.
Wenn du selbst Fragen stellst und Dinge für einen anderen zusammenfasst, dann hat nicht nur der andere  etwas davon, sonder du ebenfalls.
Effektstärke 0,74 … das ist richtig viel. Das lohnt sich also.

Mehr im Skript

skript-hattie-fur-lernende-bis-kapitel-5

reziprok

18. Dezember 2016

Weihnachtspause

Abgelegt unter: Allgemein,Hattie-Studie — heinz.bayer @ 20:53

Liebe Leser&innen

Ein Blog macht nur Sinn, wenn er auch gelesen wird. Pädagogische Blogs werden erfahrungsgemäß sehr selten in den Ferien gelesen. Außer man bietet eine Sommerschule an. Das tu ich aber an Weihnachten nicht. Da lasse ich einfach alles ruhen. Ihnen allen wünsche ich eine erholsame schulfreie Zeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich melde mich Mitte Januar, wenn in der Schule der Bär wieder tobt.

ferien

Ja leider ist das so. Der Schlaf in der Nacht festigt Wissen, das man am Tage seinem Hirn nähergebracht hat. Aber leider festigen Ferien, spezielle die langen Sommerferien, keinesweg das Wissen, das man sich zuvor mühsam angeeignet hat. Deshalb spricht natürlich auch überhaupt nichts gegen etwa entspanntes Vokabeln ein wenig am Köcheln halten. In den Ferien bei einem heißen Kakao ein wenig mathematische Grundlagen anzuschauen ist überhaupt nicht unanständig. Man muss da kein schlechtes Gewissen bekommen. Wollte ich nur noch gesagt haben.

Was es immer bringt: Das Gehirn am kreativen und konzentrierten Arbeiten halten. Also: Unser Tipp aus Weit im Winkl: In den Weihnachtsferien Jonglieren lernen. Und danach Schule leichter zu meistern. Denn Jognlieren lässt nachgewiesenermaßen Gehirnzellen jubilieren.

Mit weihnachtlichen Grüßen  Otto Kraz

8. Dezember 2016

Kapitel 4 – die Rolle der Klasse

Abgelegt unter: Hattie-Studie — heinz.bayer @ 20:09

Kapitel 4
Beeinflussung von Verhalten in der Klasse

Liebe/r Leser/in, der/die du Schüler/in bist.
Ich denke, ich kann mich da wirklich kurz fassen. Als bewusst und ehrlich hinschauende/r Insider/in weißt du natürlich, warum die Klasse und ihr gesamtes Verhalten solch einen großen Einfluss hat. Du kennst es einfach aus deinem Alltag. “Aber das liegt doch am Lehrer. Wenn der uns nicht ruhig bekommt. Wenn der das mit sich machen lässt. .. Mehr im Skript

hattie-fur-lernende-bis-kapitel-4

aktiv

5. Dezember 2016

Kapitel 3 – Formative Evaluation

Kapitel 3.
Formative Evaluation des Unterrichts

Selbsteinschätzung an erster Stelle … ist natürlich für dich sicher eine ganz neue Aufgabenstellung. Dich richtig einzu-schätzen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Nicht über doofe Noten zu stolpern, nur weil deine kognitive Entwicklungsstufe als Egon noch nicht so weit entwickelt ist wie bei einem deiner Mitschüler&innen. Formative Evaluation des Unterrichts ist eigentlich eine Möglichkeit für Lehrer, den
Unterricht durch Strichlisten oder andere “Beobachtungsinstrumente” von der Seite der Effektivität des Lernens innerhalb einer Klasse sichtbar zu machen. Für dich selbst ist das noch viel einfacher, wenn du dich darauf einlassen willst. Weil du deinem Lernen ja ganz einfach zuschauen kannst. Hattie unterscheidet zwischen Unterrichtszeit, die dir zum
Lernen zur Verfügung steht, Beschäftigungszeit, in der du dich tatsächlich den Lernaufgaben widmest und der
Akademischen Lernzeit, in der du auf hohem und erfolgreichen Niveau lernst. Du kennst garantiert alle 3 Zeiten.

Die Unterrichtszeit: Klar, du sitzt in Mathe und irgendetwas passiert um dich herum. Aber wenn du ehrlich bist, ist das, was deinen Kopf bewegt, noch keine Lernzeit. Nennen wir sie einfach “Ich zeige, dass ich anwesend bin und schaue möglichst interessiert, dass der Mathelehrer mich in Ruhe lässt”-Zeit. Aber dein Kopf und die anstehende Mathematik sind noch nicht synchronisiert.
Die Lernzeit: Das ist nun die Zeit, in der du dich tatsächlich mit Mathematik beschäftigst. Du hörst dem Lehrer wirklich zu, du machst Aufgaben, du würdest selbst sagen: Ich lerne im Moment Mathematik. Aber wenn du genau hinsiehst (also dir beim Lernen zuschaust … In deinen Kopf hinein … Doch, doch, man kann das ….) dann sind da schon noch ganz schön viele Nebengedanken mit im Spiel.
Die Akademische Lernzeit: Das ist nun wirklich die Lernzeit, in der dein Kopf komplett fokussiert auf Mathe ist. Das ist die Zeit, in der dein Kopf vom zweiten in den 5. Gang schaltet und deine Lernfortschritte im Vergleich zu der normalen Lernzeit riesig sind….

Nun kann man natürlich meist die echte akademische Lernzeit nicht die ganze Unterrichtsstunde durchhalten. Außer das Fach interessiert dich wirklich komplett.

Das ganze Kapitel kannst du im Skript lesen. Hattie-fur-Lernende-bis-Kapitel-3

Rote Tische

28. November 2016

Hattie für Lernende – Kapitel 1

Abgelegt unter: Gehirnforschung,Hattie-Studie,Schalter umlegen — heinz.bayer @ 12:53

Liebe zukünftige Leistungsträgerin, lieber zukünftiger Leistungsträger

Wie versprochen – Woche für Woche ein Kapitel. hattie-fur-lernende-bis-kapitel-1

Kapitel 1

Selbsteinschätzung des eigenen Leistungsniveaus – Effektstärke 1,44 – gekoppelt mit deiner kognitiven Entwicklungsstufe – Effektstärke 1,28 – und weil wir schon am Koppeln sind, kopple ich das gleich mal noch an das vorausgehende Leistungsniveau – Effektstärke 0,67. Nein, Hattie koppelt nicht. Aber Hattie ist ja auch Bildungsforscher, ich bin Bildungspraktiker und erkläre die Forschung. Hier mit einer Kraz-Koppelstärke von 3,39. 🙂

Ob ich das darf? Ja klar, weil es dir nützt. Um zu verstehen, warum die Hattie Studie natürlich völlig richtig liegt. Also pass auf. Der Mensch an sich, also auch du höchstpersönlich – entwickelt sich ganz unterschiedlich. Er wächst unterschiedlich schnell, kapiert Mathe unterschiedlich schnell, lernt englische Wörter unterschiedlich schnell, entwickelt seine Fähigkeiten unterschiedlich schnell. Logisch oder? Nehmen wir doch mal als einfaches Beispiel den Hunderterraum als Anfangslektion in Mathe. 1. und 2. Klasse. Am Ende kann praktisch jede/r damit sicher umgehen. Aber bis es soweit ist, ist das von Grundschüler zu Grundschüler (und -in) unterschiedlich. (Siehe Skizze) Nicht schlimm. Eigentlich. Wenn man es schafft, seine eigene Entwicklungskurve richtig einzuschätzen. Also als Paul nicht auf der Kurve von Otto zu landen, weil man sich schon viel besser einstuft als man ist. (Roter Weg) Und dann für sich so tut, als wäre man Otto. Dabei entsteht zwangsläufig eine Wissenslücke. Und Lücken bei Grundlagenwissen sind das Gemeinste, was man sich antun kann. Weil der Mensch, der in Klasse 1 oder 2 Lücken hat entstehen lassen, diese in Klasse 4 oder 8 oder 10 ja nicht mehr erkennt. Aber trotzdem durch diese Lücken Fehler macht. Ohne zu kapieren, woher diese kommen. Klar, du hast recht. So ein 10klässler könnte ja auch mal auf Fehlersuche gehen. Stimmt. Eigentlich eine gute Idee. Nur ist das erstens sehr aufwändig, weil die Lücke so tief versteckt ist. Und zweitens machen das die wenigsten. Wegen erstens. Also: Kontinuierlich an der Steigerung des Leistungsniveaus arbeiten. Ohne Lücken. Denn das vorausgehende Leistungsniveau entscheidet auch über die aktuelle Lernleistung. Man lernt viel schneller und kann das Gelernte viel besser in seine Wissenslandschaft im Gehirn einbauen, wenn man Neues an Altes andocken kann.

entwicklungsstufen

Wenn man als Paul auf Ottos Spur kommen will, dann muss man an Tempo zulegen. (Blauer Weg) Kein Problem. Aber dabei immer den eigenen Leistungsstand im Auge behalten. Sich nichts vormachen. Übrigens auch nicht meinen, man wäre Egon und noch gar nicht Paul. (Orange) Obwohl man Paul ist (Grün). Auch nicht gut. Das Hirn langweilt sich. Die Selbsteinschätzung sollte möglichst klar sein. Das Ziel, das man als nächstes erreichen will, das sollte immer etwas über seinem derzeitigen Leistungsstand liegen. Aber nicht zu weit weg. Damit es erreichbar bleibt. Damit es entspannt weitergeht bei dieser an sich ja sehr spannenden Reise mit einem großen Rucksack namens Gehirn. Wären da nicht diese Noten, die sich nicht um die eigene Entwicklung scheren, sondern an den meisten Schulen weltweit eben an den von allen zeitgleich geschriebenen Arbeiten. Da wird noch viel Zeit vergehen, bis sich eine bessere Leistungseinschätzung durchgesetzt hat. Deshalb musst du einfach diese Noten als kleine Wegweiser sehen, durch die du deine aktuelle Rucksackfüllung abschätzen kannst. Vergleiche dich nicht mit den anderen, vergleiche dich mir dir selbst … was du in den letzten Wochen zugelegt hast. Dann bist du auf dem richtigen Weg.

Ja ich weiß. Diese Erkenntnis aus der Hattie-Studie, dass es richtig viel bringt, wenn man sich ehrlich und ungeschminkt leistungsmäßig selbst einschätzen kann, das ist echte Kür. Aber wer weiß, vielleicht bist ja gerade du dazu in der Lage und kannst damit viel Stress und Ärger in der Schulzeit vermeiden. Es ist ja genau das Entscheidende: Es ist eine Blickwinkeländerung notwendig … dazu ist kein Zeitaufwand notwendig. Das ist eine reine Kopfsache. Die sich langfristig in stabilen Noten und einem guten Schulfeeling auszahlt.

Gruß Otto Kraz

23. November 2016

Hattie für Lernende – Vorwort

Abgelegt unter: Hattie-Studie — heinz.bayer @ 01:37

Oh ja, ich bin tatsächlich gespannt. Ich bin gespannt, ob mich meine jahrzehntelange Erfahrung mit selbstverantwortlichen Schüler&innen (Trotz PUB-AIR-TÊTE) auch heute noch nicht täuschen. Immerhin bin ich schon über ein Jahr “Out of School”.

pubairteteIch lade auf alle Fälle alle, die sich eigenverantwortlich für ihr eigenes Leben empfinden können – und davon habe ich viele kennengelernt – manche schon in Klasse 5, andere erst in Klasse 9, aber im Schnitt würde ich sagen, so ab 12/13 geht es los mit “Ich bin der, der ich bin”. Ein großartiger Prozess. Sorry, ich war ja mit dem Satz noch nicht fertig. Ich lade alle ein, die ich gerade beschrieben habe, einmal in der Woche ein kleines Bildungsabenteuer mitzunehmen. Hattie für Lernende. Mehr darüber im Vorwort. Otto Kraz

Hattie für Lernende

hattie-for-kids

20. November 2016

Mit Hattie den Gehirnumbau meistern

Abgelegt unter: Hattie-Studie — heinz.bayer @ 19:57

Die Hattie Studie ist für mich als alter Praktiker eine sehr begeisternde Erfahrung. Während in meinen jungen Jahren als Lehrer und Verbindungslehrer viele Kolleg/innen sicher den Kopf geschüttelt hatten, welche Dinge ich in Sachen effektive und gute Schule richtig fand und welche ich verworfen hatte, kann ich jetzt bei den Bildunsgforschern auf meine alten Jahren aus dem Vollen schöpfen. 🙂

In diesem Blog werde ich den Versuch starten, die Ergebnisse der Hattie-Studie für die Zeit des Gehirnumbaus praktisch verwertbar zu machen. Mal sehen, wie sich alte Blogbeiträge aus meiner langjährigen Praxis, versetzungsgefährdete Schüler&innen zu unterstützen, unter dem Aspekt Hattie&Co anfühlen. Bin selbst gespannt.

Wie immer arbeite ich gerne einfach drauflos.

Otto Kraz

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